Talk & Musik Klaus Gutjahr

Bandoneon Klaus GutjahrTANGONALE 2012, 20.-22. Juli 2012, ufaFabrik Berlin
Talk & Tango, Die Geschichte des BANDONEON mit Klaus Gutjahr
Samstag, 21. Juli, 17:15 h

Der Berliner Klaus Gutjahr gehört nicht nur zu den großen Virtuosen des Bandoneon – sondern er baut es auch! Auf der TANGONALE 2012 stell er das Bandoneon und seine Geschichte von den Anfängen in Deutschland bis hin zu der herausragenden Rolle dieses Instruments im Tango vor. Und ab 18:00 gewährt er im wahrsten Sinne des Worte Einblicke in dieses wunderbare Instrument
Im Alter von 8 Jahren erlernte Klaus Gutjahr von seinem Vater das Bandoneonspiel. 1968 bis 1975 Studium am Julius-Stern-Institut der Staatlichen Musikhochschule in Berlin, Examen als Bandoneonlehrer. Während seines Studiums widmete Klaus Gutjahr sich hauptsächlich der Interpretation barocker Musik auf dem Bandoneon.
Seit Beginn der 70er Jahre gehört er zur Berliner Musikszene, wirkte mit in Konzerten und bei Schallplattenaufnahmen mit Klaus Hoffmann, Hannes Wader, Eva Maria Hagen, Wolf Biermann und Michael Z..

Klaus Gutjahr beschäftigte sich bereits während seines Studiums an der Berliner Musikhochschule mit dem Bau von Bandoneons. Die klanglichen und konstruktionsbedingten Defizite traditionell hergestellter Bandoneons genügten seinen künstlerischen Ansprüchen nicht. Den historischen Klang des Instruments wollte er in seinem Wesen jedoch nicht verändern. Deshalb orientierte Gutjahr sich an der originalen Bauweise und den originalen Materialien.
Entscheidend war die Begegnung mit dem Orgelbauer Werner Baumgartner in Neuenreuth/Main 1976. Mit seiner Musik demonstrierte Gutjahr ihm die instrumentenbedingten Probleme. Baumgartner verstand es mit seinem außergewöhnlichen Wissen und handwerklichen Fähigkeiten, die Wünsche seines jungen Kollegen im Rahmen einer Zusammenarbeit umzusetzen. Gutjahr und Baumgartner bauten 1984 ein Instrument für den in Paris lebenden argentinischen Bandoneonvirtuosen Juan-José Mosalini. Vor der Übergabe stellte Gutjahr das Instrument der Bandoneonszene in Buenos Aires vor. Das hohe künstlerische Niveau, mit dem die argentinischen Musiker auf seinem Bandoneon spielten, beeindruckten ihn zutiefst. Auch die Berichte in Presse und Fernsehen stimmten positiv.

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Tango - Fotoshooting

Pa´Bailar

TANGONALE 2012, 20.-22. Juli 2012
ufaFabrik Berlin
Foto - Shooting
21. July 2012 17:15

Wer ist denn diese tolle Tanguera auf dem Foto? Und der Partner? Ist das der traumhafte Tänzer, der letztens beim Tangofestival aufgetreten ist? Nein!! Erst auf den zweiten Blick wird klar – das sind Sie ja selbst! Perfekt in Szene gesetzt, so als würden Sie gerade auf dem Tanzparkett beim Tango erwischt worden sein! Unglaublich, was so ein Fotoshooting alles kann! Ronja Wutke, Tangolehrerin, Pa´Bailar & Uta Feiler/Aaron Donner, Tangofotografen gestalten Ihr ganz persönliches Tangofoto von Ihnen und Ihrem Partner als Hauptpersonen. (Foto Uta Feiler 2002).

Ronja Wutke
Pa´Bailar Tango Argentino
0151 560 75 264
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.pa-bailar.de

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TangoTheater Cafetín del sur

Cafetín del surTANGONALE 2012, 20.-22. Juli 2012, ufaFabrik Berlin
Cafetín del Sur – Ein Tango-Theater
Samstag, 21. Juli, 19:30

Ein altes Cafetín irgendwo im Stadtteil Barracas im Süden von Buenos Aires, Cafetin del Sur. Hier arbeitet Marco Esquivel als Kellner – und weil an einem Abend Gäste aus Deutschland dort sind, liest er Tangotexte in deutscher Sprache und nimmt - gemeinsam mit Musikern, Sängern einem Tanzpaar - das Publikum mit auf eine Reise durch die Geschichte des Tango. CAFETIN DEL SUR erzählt von Enttäuschten, Hoffnungen, den Träumen von einem besseren Leben, dem Hin- und Hergerissensein zwischen Melancholie und Lebenslust, zwischen trauriger Sehnsucht und unbändiger Lebensfreude - kurz: von den zentralen Themen des Tangos.

Mehr auf: www.cafetindelsur.de
Trailer

mit:

„El Señorito“

„El Señorito“

heißt eigentlich Juan Enrique Castellmonte. Er gehört als Stammgast zum „Inventar“ des Cafetin. Bis zur seiner Pensionierung war er Busfahrer der Linie 97 zwischen La Boca und Barrio San Alberto. Nachdem seine Frau mit einem Eisverkäufer durchgebrannt ist, wirkt er manchmal etwas eigenartig. Er will im Stück unbedingt mitmachen und sein Freund Roger Müller unterstützt ihn dabei.


Hadi

Hadi

HADI zog es schon früh zur Bühne und so stand er das erste Mal mit nur neun Jahren auf den Brettern, die für ihn die Welt bedeuten. Es folgten die Gründung eines eigenen Theaterensembles und viele, viele Aufführungen. Bei aller Schauspielerei war Musik immer der Begleiter seines Lebens. Aus seiner Gesangsausbildung heraus begann HADI selbst Lieder zu schreiben und erhielt gleich für sein erstes eigenes Bühnenprogramm einen Chansonpreis. Sein Lied „Berlin“ landete über mehrere Monate auf dem ersten Platz von Schweizer Radiocharts. Und genau dieses Berlin ist HADIs Heimat, doch hat er mindestens ein halbes Bein in Buenos Aires und, wenn es in Deutschland gar zu kalt wird, im argentinischen Küstenort Quequen.

Web: HADI-Music


Caio Rodriguez

Caio Rodriguez

Caio Rodriguez ist Argentinier und ein außergewöhnlicher Sänger des Argentinischen Tangos. Bereits seit vielen Jahren tritt er auf den Bühnen der ganzen Welt auf: Argentinien (Buenos Aires), Parguay, Brasilien, Deutschland, Italien, Polen (auf dem Argentinischen Tango Festival in Warschau).

Caio Rodriguez tritt auf Milongs, Festivals und bei Philharmonien auf. Der Vokalist kooperiert mit vielen Musikgruppen des Argentinischen Tangos. Seine Stimme spiegelt perfekt den Charakter der Musik wieder und bewegt die Zuhörer der Argentinischen Welt und Buenos Aires - die Hauptstadt von Argentinien.

Web: Caio Rodriguez

Web: Cantango


Aneta Pajek

Aneta Pajek

Aneta Pajek, Absolventin der Musikakademie in Danzig (Instrumentalstudiengang, Schwerpunk: Akkordeon), Bandoneonspielerin, arrangiert die Musikstücke und leitet das internationale Ensembles „Perfume de Mujer- Orquesta tipica de Tango Argentino“ (gegründet gemeinsam mit Caio Rodrigueyem, 2006 Hamburg).

Geboren am 17. 09. 1975 in Wolanów (Polen). Ihre musikalische Ausbildung beginnt Aneta Pajek im Alter von 10 Jahren in der Staatlichen Musikschule des I und II Grades in Radom (Polen). Dort lernt sie Akkordeon- und Klavierspielen, erwerbt das Wissen über die Musikharmonie und die Musiktheorie.

Ihre große Leidenschaft zum Tango entdeckt sie während ihrer Studienzeit. Dort lernt sie die großen Musikwerke des argentinischen Komponisten und Bandoneonspielers Astor Piazzolla kennen. Das Musikstück „Oblivion“ berührt ihr Herz und ihre Seele. Seitdem bleibt der argentinische Tango und Bandoneon die große Leidenschaft der Akkordeonistin. Im Jahr 2003 gründet sie ihr erstes Tangoensemble „Guardia Nueva“ mit dem sie zahlreiche Konzerte in Polen und Deutschland gibt. Die Tätigkeit dieses Ensemble trägt wesentlich zu der Popularisierung des Tangos in Polen.

Die Begeisterung für Astor Piazzolla lenkt ihr Interesse nach Argentinien und nach Buenos Aires. Es beginnt eine gründliche Erforschung der größten klassischen Werke des argentinischen Tangos und das Erlernen von Bandoneonspielen. Ihre besondere Aufmerksamkeit und Vorliebe widmet sie solchen großen Komponisten wie Carlos Gardel, Osvaldo Pugliese, Anibal Troilo Pichuco, Juan Dios Filiberto.

Die wichtigsten Konzerte:
Das Erste Internationale Festival des Argentinischen Tangos in Warschau 27. 08-04. 09. 2005.
Das Zweite Internationale Festival des Argentinischen Tangos in Warschau 07. 09-10. 09. 2006.
Das Erste Internationale Tangofestival in Trójmiasto (Polen) 28. 04-02. 05. 2006.
Das Internationale Tangofestival in Hamburg 04. 06. 2006.
Das Tangofestival in Oldenburg 26. 07-30. 07. 2006.
Das Zweite Festival der Argentinischen Kultur in Brzeg (Polen) 19. 06- 21. 06. 2009.
Zahlreiche Konzerte in Polen, Deutschland und Südamerika

Web: Quejas de Bandoneon-Tango argentin
Web: Anita Pajek
Web: Cantango


Javier Tucat

Javier Tucat

Javier wurde geboren 1973 in Buenos Aires geboren. Er studierte Klavier und Kammermusik sowie Komposition und Arrangements des Tangos unter anderem bei den Pianisten Beba Pugliese und Aldo Antognazzi. Auf der Suche nach kulturellem Austausch zog er 2000 nach Berlin. Hier arbeitet er als Pianist, Arrangeur und Lehrer.

Web: Javier Tucat


Ofelia StollOfelia Stoll

Ofelia Stoll, geboren in Mexiko City, studierte bei James Tranks und Klaus Stoll. Bis 1989 war sie erste Solobassistin des Philharmonischen Orchesters Ofunam und bis 2003 des "Orquestra Sinfónica Mineria" in Mexiko City. Heute ist sie Mitglied der Berliner Symphoniker, des Sinfonie Orchesters Berlin und eine international gefragte Pädagogin (u.a. Mitbegründerin der Sommerakademie Instrumenta in Mexiko). Sie ist außerdem als Solistin und Kammermusikerin tätig und seit 2001 Kontrabassistin bei Cantango Berlin. Ihr Instrument ist ein Kontrabass des Meisters Pietro Gicomo Gicomo Rogeri aus dem Jahr 1700.

Web: Cantango Berlin


Chiche Nuñez

Chiche Nuñez

Chiche war Schüler des anerkannten Tänzers und Repräsentanten des Urquiza-Stils, José Brahemcha, genannt "El turco José" (1931 - 2010) und hatte als Mentor den bekannten Tänzer aus Villa Pueyrredón, Hugo Mozzi, auch genannt "Nene Fo". Zuvor nahm er Unterricht bei Sergio Natario und Alejandra Arrué, Fabián Salas, Gustavo Naveira, Graciela Gonzales, Pupi Castello und später bei Raúl Bravo.

Chiches Tanzstil ist gekennzeichnet von der Feinheit des Urquiza-Stils sowie einer eigenen authentischen Dynamik, die sich aus seiner konstanten Suche nach Fortentwicklung der Formen des Urquiza-Stils ergab und zu einem individuellen und zeitgenössischen Ausdruck führte, in dem alle Erfahrungen mit verschiedenen Maestros zusammenfließen. Dabei ist es ihm sehr wichtig, die gemeinsame Wurzel der verschiedenen Strukturen und Techniken bei all seinen körperlichen Ausdrucksformen zu ergründen und zu bewahren.

Chiche kam 1998 aus Buenos Aires nach Deutschland. Hier lebt und arbeitet er als Tänzer, Choreograph und Lehrer des Tango Argentino. In Berlin fand er eine (neue?) kosmopolitische Vielfalt vor, die seine künstlerische Entwicklung herausforderte und inspirierte. Heute arbeitet er regelmäßig in Hamburg und Berlin und sucht für seinen konstanten Entwicklungsprozess neue Inspirationsquellen im Kontakt mit anderen Kollegen und Künstlern verschiedener Disziplinen ebenso wie des Tango.

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Ester Duarte

Ester Duarte

Ester ist in Kopenhagen geboren und aufgewachsen. Sie kam 1999 nach Berlin. Seit 2001 ist Ester europaweit als Tangotänzerin und -lehrerin tätig.

In ihre tänzerische Zusammenarbeit mit Chiche Nuñez hat sie Einflüsse unterschiedliche Tangotänzer und -tänzerinnen eingebracht. In den letzten Jahren stand die Auseinandersetzung mit der Frauenrolle im Estilo Urquiza im Vordergrund Esters tänzerischer Arbeit. Sie lässt eine umfassende musikalische Ausbildung in ihre künstlerische und pädagogische Tätigkeit einfließen und bereichert diese zudem um Erfahrungen aus dem Pilates- und Gyrotonic-Training. Seit 1993 praktiziert Ester Alexander-Technik als Schülerin von Mary McGovern, die von Walter und Dilys Carrington ausgebildet wurde.


Andrej Sur

Andrej Sur

Andrej Sur wurde in Perwouralsk (Ural, Russland) geboren. Er studierte Violine am Konservatorium in Jekaterinenburg. Nach Abschluss seines Musikstudiums war er im Symphonischen Orchester in Jekaterinenburg als Konzertmeister tätig und hatte einen Lehrauftrag für Kammermusik am Konservatorium. Seit 1994 lebt er in Berlin, wo er vielseitig tätig ist: er ist  Konzertmeister des Symphonie Orchesters, Mitglied des Berliner Symphoniker, Kammermusiker, Jazz-Musiker, Improvisator und Schauspieler.

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Hans-Henner Becker

Hans-Henner (Hannes) Becker

Hannes Becker ist der Autor des CAFETIN DEL SUR und er führt auch Regie. Weiter entstand in Zusammenarbeit mit dem Museo Casa Carlos Gardel in Buenos Aires eine Hommage an Carlos Gardel. Seit 2011 ist er Programmdirektor der Tangonale in Berlin.

„Im Grunde fand und finde ich es schade, dass all denen, die den Tango lieben, aber kein Spanisch sprechen, häufig die Inhalte, die Themen und Hintergründe des Tangos verborgen bleiben. Und CAFETÍN DEL SUR soll neugierig auf diese Texte machen. Am Anfang gab es die Idee einer reinen Rezitation von Tangotexten. Aber das erschien mir dann doch etwas zu spröde. Im CAFETÌN sollen viele Elemente des Tangos gleichberechtigt zur Geltung kommen: Jede und jeder, die mitmachen - Tänzer, Sänger, Musiker, Schauspieler - interpretieren die Tangos mit ihren Mitteln. Was ich mir wünsche? Zunächst einmal, dass die Zuschauer einen schönen Abend hatten, wenn sie in unserem CAFETIN waren! Wir wollen ja kein Lehrstück machen, sondern unterhalten. Dann hoffe ich, dass sie neugierig geworden sind. Neugierig auf die Themen, die Hintergründe, die vielen Geschichten, die in den Tangos stecken. Zum anderen, dass sie, wenn sie das nächste Mal selbst zu einen der Tangos, die im CAFETIN zu hören sind, tanzen, sich an die Inhalte erinnern. Ich bin überzeugt, dass sich der eigene Tanzstil ändert, wenn es einen Zugang zu den Inhalten des Tango gibt.

Mehr zu Hannes: Hans-Henner Becker

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